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Freitag, 9. Februar 2018

Heilkundliche Unternehmer: Der Spagat zwischen Hilfe und Wirtschaft



(c)  pixabay - geralt

© Gudrun Anders (Wirtschaftsfachwirtin und Heilpraktikerin für Psychotherapie)

Selbständigen aus den Bereichen Spiritualität, alternative Heilkunde und auch die Künstler und Kreativen haben oft einiges gemein: Sie sind Gut-Menschen, leisten viel, wollen im Ansatz auch versuchen die Welt zu retten, sind Idealisten hoch 3 und – verzetteln sich und / oder haben wenig Geld bzw. Einkommen zur Verfügung.
Seit 2012 berate ich fast ausschließlich Gründer, die einen ganzheitlichen oder spirituellen Ansatz haben: Autoren und Heilpraktiker/innen, spirituelle Berater, Fitness-Trainer, Yogastudios, Ernährungs- und Gesundheitsberater und ähnliches. Und immer wieder stellen wir fest, dass Menschen helfen und wirtschaftliche Aspekte unter einen Hut zu bekommen, nicht so ganz einfach ist.
Eine Existenz soll „tragfähig“ sein, heißt es da im Business-Deutsch. Das bedeutet, dass durch die eigene Arbeitsleistung nicht nur die Kosten für die monatliche Praxis- und Wohnungsmiete, sondern auch die Lebenshaltungskosten, Strom, Werbung und auch die Kosten für die Putzfrau gedeckt sein sollen. Die Lebenshaltungskosten und auch Gewinne, um sich einmal einen Urlaub leisten zu können, sollten selbstverständlich auch erwirtschaftet werden.
So mancher Gründer und erst recht die Gründerinnen bekommen bei dieser Aufgabe lange Ohren. Wenn ich einen Berechnungsbogen für die monatlichen Kosten vorlege und darum bitte, hier einmal die geschätzten Kosten einzutragen. Mit so einer Kostenbelastung hat kaum eine/r gerechnet! Plötzlich erscheint es sehr viel, was monatlich erarbeitet werden muss.
Noch länger werden die Ohren, wenn dagegen gerechnet wird, wie hoch der monatliche Umsatz sein muss, um die Kosten zu decken. Den meisten fallen dann die Scheuklappen herunter. Mit einem Anerkennungsbeitrag von 10 € für eine Stunde Arbeit ist man dann gedanklich schon im Burnout, ehe man auch nur die Hälfte der Kosten erwirtschaftet hat. Und selbst mit einem Stundenlohn von 25 € kommen die potentiellen Selbständigen maximal mit einer 1-Zimmer-Wohnung mit Plumpsklo zurecht, der gemütliche Garten mit Swimmingpool des netten, wohlhabenden Nachbarn muss dann für die nächsten Jahre als Urlaubsdomizil reichen.
Ich glaube, wir ganzheitlichen und heilkundlichen Unternehmer müssen lernen, die Brücke zwischen Hilfsbereitschaft und „Kommerz“ zu erschaffen. Zwar sollte man Hilfe für andere nicht komplett links liegen lassen, allerdings auch nicht auf Kosten anderer zu hohe Honorarforderungen oder Produktverkäufe tätigen.
Viele der mir bekannten Selbständigen im alternativen Bereich wollen auch gar keine Millionen erarbeiten. Ein Auskommen reicht Ihnen gänzlich aus. Wenn Sie die Arbeit tun, die Ihnen am meisten Spaß macht, dafür so viel Geld verdienen, dass Sie sich ein gutes Leben erlauben können und auch noch etwas für die Rente zurück gelegt werden kann, sind die meisten zufrieden.
Fatal wird es nur, wenn Geld und Umsatz abgelehnt werden und eine finanzielle Blockade entsteht. Dies könnte sein:
·        die Annahme, dass Geld etwas schlechtes ist
·        das Gefühl, es nicht wert zu sein, für seine Dienste bezahlt zu werden
·        Geld zu verteufeln, weil es für die Probleme der Welt verantwortlich gemacht wird
·        dem Glauben zu verfallen, das Geldspiel nicht mehr mitmachen zu können oder zu wollen
·        die Einstellung „Gott bringt mir schon zur rechten Zeit das nötige Kleingeld, also brauch ich mich darum nicht kümmern“
·        die Idee, das man selbst ja nicht so viel benötigt, aber gleichzeitig neidisch auf Menschen schaut, die mehr haben, als man selbst
·        Ängste in Bezug auf die eigenen Existenz bzw. deren Sicherung
·        zu glauben, man könnte das Spiel der Welt ändern, in dem man (als Einzelner) einfach passiven Widerstand leistet
·        sich in Abhängigkeit zu Jobcentern, Ehemännern oder Niedriglohn-Unternehmen begibt und nicht versucht, daran etwas zu ändern
·        u.v.a.m.
Wer arbeitet und seine Dienstleistungen anbietet, der hat das Recht, dafür anständig bezahlt zu werden. Und meiner Ansicht nach hat man auch die Pflicht, sein Bestes zu geben. Gibt man sein Bestes, hat man selbstverständlich auch finanziell das Beste verdient! 
Machen Sie doch einmal die Probe aufs Exempel und machen Sie Ihre persönliche Rechnung auf.
Ausgaben
Einnahmen

1)     fixe Kosten

Miete privat
Heizung / Betriebskosten / Strom

Miete Geschäft
Heizung / Betriebskosten / Strom
Putzfrau / weitere Fixkosten

GEZ/Kabel/Pay-TV
Telefon / Handy

Kfz-Versicherung / Steuer
Benzin / Garage / Leasing-Rate
Öffentl. Verkehrsmittel

Private Haftpflicht
Hausratversicherung
Lebensversicherung(en)
Unfall / Rechtsschutz
Krankenversicherung

Unterhaltsverpflichtungen
Kindergarten / Hort
Beiträge (Vereine / Sport)
Abonnements / Zeitungen
Kontogebühren / Sollzinsen
Geldstrafe /Bußgeld
Taschengeld (alle Familienmitglieder)
sonstiges

2)     variable (veränderliche) Ausgabe

Lebensunterhalt / Bekleidung
Reparaturen
Genussmittel (Rauchen)
Sparverträge
Dekoration / Haushalt
Zahlungen an Gläubiger
Urlaubsrücklagen
private Rente
Zuwendungen an Kinder / Enkel

Gewinne aus Selbständigkeit

Lohn / Gehalt Partner (netto)
Nebenverdienst
Krankengeld
Arbeitslosengeld / Grundsicherung
Rente / Unterhalt
Kindergeld / Erziehungsgeld
Wohngeld
sonstige Einnahmen


Und dann berechnen Sie bitte auch einmal, Ihre Arbeitszeiten als Selbständiger. Bedenken Sie bitte auch Zeiten für
·        Praxisreinigung
·        Krankheitszeiten / Arztbesuche / Physiotherapie
·        Zeit für Buchhaltung (Vorbereitung)
·        Urlaub
·        Recherche / Einkäufe / Informationssammlung
·        Fort- und Weiterbildung
·        Seminarvorbereitungen
·        Fahrtzeiten

Wie sieht ihr Zeitplan aus? Wie viele Stunden arbeiten Sie in der Woche?

Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Samstag
Sonntag
Vormittag
Buch-haltung

Büro-dienst
Patienten
Patienten
Work-shops
frei
Nachmittag

Patienten
Patienten
Patienten
Not-
dienst
Work-shops
frei
Abend
Gruppe

Sport

Vortrag

frei

Aus Ihren Kosten und ihrem Zeitplan heraus können Sie jetzt sehr schnell berechnen, wie hoch Ihr Stundenlohn und damit ihr monatlicher Umsatz in ihrer Praxis sein müssen.
Vielleicht gelangen Sie damit auch zu der Auffassung, dass heilkundliche Unternehmer wirklich Unternehmer sein müssen, um den monatlichen Lebensunterhalt zu gewährleisten. Unternehmer sein bedeutet, etwas zu unternehmen – nämlich das notwendige, um finanziell auf gesunden Füßen zu stehen.
Viel Erfolg wünscht Ihnen
Gudrun Anders                                                                  Aachen, im Januar 2018

Montag, 5. Februar 2018

Motivationsworkshop "In Fluss kommen" in Aachen




Flow, Erfolg und Problemlösungen

Löse Blockaden mit der Sprache der Bilder einfach auf!

Dieser Tages-Workshop hilft dir, dein Leben wieder in Fluss zu bringen.

Es gibt zwei unterschiedliche Seins-Zustände, die das Leben maßgeblich mitbestimmen:
Fluss und „Widerstand“. Im Fluss sein bedeutet dabei, ein glückliches und zufriedenes Leben führen. Im Widerstand hingegen ist es momentan eher anstrengend und du bist unzufrieden und möchtest etwas ändern, weißt aber vielleicht nicht was oder wie du das anfängst.

In diesem Impuls-Workshop wirst du

·         neue Ideen und Sichtweisen bekommen
·         Lösungen für bestehende Konflikte erhalten
·         vielleicht neue Entscheidungen treffen
·         lernen dem Unbewussten mehr Vertrauen zu schenken
·         den Weg zu deinem Erfolg entdecken
·         erfahren, wie andere Menschen mit deinem Problem umgehen würden.



Termine 2018:
Tages-Workshop (Gruppen nach Vereinbarung)

17. Februar 2018
24. März 2018
26. Mai 2018
11. August 2018
20. Oktober 2018
8. Dezember 2018
10.00 Uhr bis ca. 16.30 Uhr
Ort:
Beratungsbüro Gudrun Anders
Ferberberg 11, 52070 Aachen (Soers)
Kosten:
79 € inklusiv Seminarunterlagen.
Ermäßigung für Studenten / Alleinerziehende etc. auf Antrag möglich.
Teilnehmer:
Kleingruppen-Workshop mit max. 6 Teilnehmern. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Übungsgruppe:
Nach Teilnahme an diesem Workshop kannst du an meinem Jahrestraining „The Change“ teilnehmen, wenn du weitere Unterstützung auf deinem Weg benötigst. Bitte fordere meinen separaten Info-Flyer an.
Seminarleitung:
Gudrun Anders, Lebens- und Unternehmensberaterin
Fachwirtin Wirtschaft, Heilpraktikerin (Psychotherapie)
Telefon: 0241 – 70 14 721 | E-Mail info@gudrun-anders.de
Anmeldung:
E-Mail an info@gudrun-anders.de. Der Platz ist nach Zahlungseingang für dich reserviert. Du erhältst eine Rechnung.
Stimmen zum Seminar:

Nochmal vielen Dank für heute, es war für mich echt ein sehr intensives Seminar!
(Birgit W.)

Ich bin total begeistert und kann den Motivationsworkshop "In Fluss kommen" sehr empfehlen. Es war eine spannende, tiefgehende Zeit mit wundervollen Menschen und einer sehr emphatischen, an-die-Hand-nehmenden Gudrun. Lösungen wurden gefunden, auf die man sicher sonst nicht gekommen wäre. Danke für die wertvolle Zeit.
(Bewertung auf Facebook)

Liebe Gudrun! Dein Seminar am Samstag war super klasse und Du kannst unwahrscheinlich viel vermitteln. Weiterhin viel Erfolg und alles Gute. Liebe Grüße.
(Helga S.)

Liebe Gudrun, DANKE für den emotionalen Workshop in toller Atmosphäre, bei dem individuell auf jeden einzelnen eingegangen wurde. Der Blick auf das eigene Thema wurde auf angenehme und auch humorvolle Art und Weise geschärft. Komme gerne wieder! Ein herzliches Danke und Gruß von Claudia K.
Liebe Gudrun, dies war der erste Workshop mit dir und ganz sicher nicht der letzte. Da begegnen sich bis dato unbekannte Menschen, die du emphatisch an die Hand nimmst und die nach dem Workshop gelöst, erleichtert, mit glänzenden Augen und mit neuen Ideen wieder gehen. Die Arbeit mit dir, der Gruppe und mit mir selbst schwingt auch Tage später noch nach. Ich kann dieses Seminar jedem empfehlen der „in Fluss kommen“ möchte und Lösungen für Stagnationen / Blockaden / Lebenskrisen / Veränderungen sucht. Mit der Kraft und der Sprache von Bildern und im Gespräch findet man langgesuchte Antworten auf eine wundervolle Weise. Dein „Augen-Öffner“-Seminar hat mir nicht nur die Augen geöffnet sondern auch mein Herz für mehr Selbstliebe und mehr Hin-Hören. Ich danke Dir von ganzem Herzen. Liebe Grüße!
(Helga)



Freitag, 29. Dezember 2017

„The wind of change“ weht über das Land

Fotolia © GooDAura
„The wind of change“ weht über das Land – finden Sie nicht auch?

Wenn ich mich in meinem Freundeskreis umhöre, dann höre ich viele Stimmen des Wandels. Ist nicht der Wandel das einzig stabile in dieser Welt? Gehört Wandel nicht zu Entwicklung wie der Fisch aufs Fahrrad? Ja, Sie haben richtig gelesen. Und ich meine auch das Fahrrad, denn der Wandel fühlt sich anfänglich ja doch immer ein wenig verkehrt an.

Betrachtet man Zeiten des Wandels dann stellt man – unter Umständen Jahre – später fest, dass aus dem (kleinen) Fisch ein ausgewachsener, gereifter Mensch geworden ist. Der Wind der Veränderung hat dann vielleicht aus der Raupe einen Schmetterling gemacht.

Nehmen Sie es also nicht so tragisch, wenn gerade die Winde mal wieder wehen. Fahrradfahren lernen war nicht so einfach – aber wenn wir es einmal können, verlernen wir es so schnell nicht mehr! Das zumindest behauptete meine Freundin gestern. Bei mir stimmt es. Bei Ihnen auch?

Ich wünsche Ihnen ein wandlungsfähiges 2018!

Gudrun Anders

Sonntag, 24. Dezember 2017

In jedem Menschen ist der Geist Gestalt geworden.

Fotolia © paphon
Was das ist, ein wirklich lebender Mensch,
das weiß man heute allerdings weniger als jemals,
und man schießt denn auch die Menschen,
deren jeder ein kostbarer, einmaliger Versuch
der Natur ist, zu Mengen tot.

Wären wir nicht noch mehr als einmalige Menschen,
könnte man jeden von uns wirklich
mit einer Flintenkugel ganz und gar aus der Welt schaffen,
so hätte es keinen Sinn mehr, Geschichten zu erzählen.

Jeder Mensch aber ist nicht nur er selber,
er ist auch der einmalige, ganz besondere,
in jedem Fall wichtige und merkwürdige Punkt,
wo die Erscheinungen der Welt sich kreuzen,
nur einmal so und nie wieder.

Darum ist jedes Menschen Geschichte wichtig,
ewig, göttlich, darum ist jeder Mensch,
solange er irgend lebt und den Willen der Natur erfüllt,
wunderbar und jeder Aufmerksamkeit würdig.

In jedem ist der Geist Gestalt geworden,
in jedem leidet die Kreatur,
in jedem wird ein Erlöser gekreuzigt.

Hermann Hesse (1919)

Donnerstag, 21. Dezember 2017

Mit Hund im Büro produktiver!

Bei mir als Selbständige funktioniert es natürlich gut - mein Hund ist immer - naja, meistens ... - mit dabei. Und er passt schon mal auf die Flipchart-Blöcke auf ...

Hier ein interessanter Artikel zum Thema, denn der Hund am Arbeitsplatz kann zum Wohlbefinden beitragen:

Der Bürohund: Besser arbeiten mit dem Vierbeiner?

https://www.marktplatz-mittelstand.de/infocenter/der-buerohund-besser-arbeiten-mit-dem-vierbeiner/

Samstag, 16. Dezember 2017

Jeder Autor braucht Öffentlichkeitsarbeit.

Ich habe die Aachener Autorin und Künstlerin Charlotte Kunz ein Stückchen auf dem Weg an die Öffentlichkeit begleitet.

Die Kalligrafin Charlotte Kunz veröffentlichte zunächst ihr Buch "Mit Herz und Handschrift" bei einem größeren Verlag und konnte dann einen Lese-Termin in der größten Buchhandlung in Aachen bekommen, zu dem viele Interessenten kamen.

Auch eine Redakteurin der "Aachener Nachrichten" kam in die Buchhandlung und interviewte sie. Anschließend wurde über die gelungene Vorstellung ihrer Arbeit in der Zeitung berichtet.

Damit hatte die Künstlerin mehrere Puzzleteile für die Selbstvermarktung zusammengefügt. Eine gelungene Marketingaktion!


Lernen, wieder schön zu schreiben

Die Aachener Kalligraphin Charlotte Kunz stellte am vergangenen Samstag in der Mayerschen Buchhandlung ihr Buch „Mit Herz und Handschrift“ einem interessierten Publikum vor.

Sie ist Wahl-Aachenerin, hat hier Design studiert und zwei Söhne aufgezogen. Schon in jungen Jahren formierte sich ihre Vorliebe für Fotografie, Malerei und Kalligrafie. Und diese Liebe ist geblieben – seit mehr als 30 Jahren.

In der Buchhandlung hatten die Besucher die Möglichkeit, die Entstehung von kalligrafischen Schriftzügen zu verfolgen. Frau Kunz zeigte an einer "Basisschrift", wie schnell man durch verschiedene Stifte oder Federn ihr Aussehen verändern kann. Dabei zog sie diese mal in die Breite und beim nächsten Mal in die Höhe, immer aber flog ihre Hand sehr leicht über das Papier – mal mit einer Feder, dann mit einem Kalligrafie-Stift oder auch mit einem speziellen Balsaholz-Stift.

„Toll“, klatschten zwei kleine Mädchen Beifall und sahen fasziniert zu, wie ihre Namen auf Papier mit Schwüngen, Farben und Verzierungen aus einem Goldstift versehen wurden. Die Mutter der beiden Mädchen erkundigte sich sogleich nach eigenen Möglichkeiten und wo man die Farben erwerben könne.

„Ich wünsche mir“, erzählt die Künstlerin voller Leidenschaft, „dass die Menschen wieder Freude daran haben, mit ihrer Handschrift schön zu schreiben und vor allem auch zu gestalten, ohne Angst vor langem Üben. Mit Farben und Kalligrafie kann man sehr, sehr viele Dinge komplett individuell gestalten. Das ist doch was ganz anderes, als etwas mit dem PC zu erstellen.“

Während sie im Handumdrehen einige bunte Striche auf ein Blatt Papier malt, entsteht ein neues Bild. Dann nimmt sie aus einem Stapel Schablonen hervor und rückt diese auf dem Blatt zurecht. „So kann man den Dingen eine individuelle Note geben.“ Und sie zeigt den faszinierten Zuschauerinnen, wie sie mit wenigen Handgriffen eine komplett eigene Geburtstagskarte gestalten würde.

Ich frage sie: „Was würden Sie sich für diese Kunst wünschen, Frau Kunz?“

Die Designerin denkt nicht lange nach: „Ich würde gerne auch Kunstlehrer in moderner, schöner Handschrift weiterbilden, damit sie ihre Kenntnisse an Kinder weitergeben können. Damit die Handschrift eine Chance hat weiterzuleben und sich zu weiterzuentwickeln. Schwer zu lernen ist es nicht, schon gar nicht die wirklich einfache Maltechnik mit dem Balsaholz, zu der man keinerlei Maltalent braucht um schnelle Erfolge zu erzielen. Diese Kunst darf nicht aussterben.“

Die Gefahr des Aussterbens wird aber wohl nicht bestehen, denn an diesem Nachmittag gingen einige begeisterte und inspirierte Menschen mit dem Buch „Mit Herz und Handschrift“ (Topp-Reihe im Frech-Verlag) und den Terminen für die nächsten Workshops mit Frau Kunz nach Hause.


Text © Gudrun Anders,  www.gudrun-anders.de

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