Freitag, 27. Mai 2022

Mitten ins Herz: Sie sind ein miserabler Autor!

 

Mitten ins Herz (Film): Sie sind ein miserabler Autor!

Schlechte Rezensionen zu den eigenen Büchern zu verkraften, ist nicht immer leicht. Eine Kritik kann wehtun, nachhaltig Spuren auf der Seele hinterlassen und bei einigen auch dazu führen, nie wieder ein Wort zu schreiben.

Schade! Denn der Kritiker kritisiert ja am meisten sich selbst, vielleicht mit einem Körnchen Wahrheit dran, dass man aber vielleicht verbessern kann. Vielleicht war dem Kritiker nur die Schrift zu klein oder zu groß, oder er hat einfach das falsche Genre gelesen. Oder er / sie hatte zuvor einen Streit mit dem Freund oder der Freundin. Okay, es gibt auch durchaus Menschen, die einfach so negativ sind, wie sie nun einmal sind. …

In einem meiner Lieblingsfilme „Mitten ins Herz“ mit Hugh Grant und Drew Barrymore geht es darum, dass der ehemals erfolgreiche Popkünstler Alex Fletscher einfach nicht mehr Fuß fasst, weil er nicht texten kann. Er trifft auf die ebenso erfolglose Sophie Fisher, die ihre Zeit in einem Abnehm-Center ihrer Schwester verbringt, obwohl sie viel lieber schreiben würde. Gemeinsam versuchen Sie sich daran, einen Song für einen Mega-Star zu produzieren.

Es gibt eine kurze Szene in diesem Film, die ich einfach liebe. Die beiden Unterhalten sich über Erfolg und Misserfolg. Ein kurzer Abschnitt lautet ungefähr so:

Sophie Fischer:

Dylan (sie meint Bob Dylan) kommt zu Ihnen und er sagt: ‚Sie sind ein miserabler Songwriter!“ Wie reagieren Sie?

Alex Fletscher:

Ich wäre schrecklich deprimiert. Ja, da wäre ich. Aber dann, nach Monaten des Grübelns, würde ich mir einen Texter suchen und einen Song darüber schreiben, wie schrecklich deprimiert ich war. Und es wäre ein riesen Hit. Alle würden mich lieben und ich würde einen Haufen Geld verdienen… Und ich wäre plötzlich weit weniger deprimiert, als wenn ich nur von Selbstmitleid erfüllt herum säße und mich von meinem Elend verzehren ließe, bis nicht mehr übrig ist als ein emotionales Wrack, das kreativ komplett totgeweiht ist. …

Recht hat er! Kritik und Misserfolge kreativ nutzen, ist ein möglicher Weg zum Erfolg.

Was meinst du? Ob die beiden wohl gemeinsam einen Mega-Hit gelandet haben? Schau dir doch mal den Trailer an, falls du den Film nicht kennst: https://youtu.be/81l-gzF3edE


Donnerstag, 19. Mai 2022

Schreibblockaden lösen

Viele Autoren - besonders Autorinnen - finden Schreibblockaden schlimm. Sie haben das Gefühl, etwas ist falsch oder gar kaputt und müsse dringend geändert werden.

Warum?

Wenn es gerade nichts zum Schreiben gibt, gibt es gerade nichts zum Schreiben. Punkt.

Das zu akzeptieren ist der erste Schritt, der die nötige Ruhe wieder bringt, damit die Kreativität wieder anfangen kann zu fließen.

Übrigens, es kann sicher nicht so schlimm sein, wie in dem Film "Shining". Der Autor, gespielt von Jack Nicholson, tippt und tippt und tippt. Und eines Tages entdeckt seine Frau, was er denn kreatives Geschrieben hat. Schaut's euch doch mal an:

https://youtu.be/4lQ_MjU4QHw

Na, wars jemals so schlimm bei euch? ..............

Entspannt euch, freut euch des Lebens, lauscht dem inneren Geplapper, beschäftigt euch ein bisschen mit Free-Writing (mein Video bei Youtube dazu: https://youtu.be/M-nEEvXQ27k) dann geht der Schreib-Flow bald wieder los.


Mittwoch, 18. Mai 2022

Wozu sind eigentlich Konflikte da?

Wozu sind eigentlich Konflikte da? 

Auf Abstand ...

Sie kosten wertvolle Lebenszeit und vor allen Dingen Nerven, sorgen für langanhaltende, schlechte Stimmung, manche sagen, das verschmutze die Aura - und ganz und gar lästig sind sie auch.

Für Autoren allerdings sind Konflikte unerlässlich, denn sie bergen das Gewebe in sich, der fürs Schreiben von Erzählungen und Romanen - eigentlich von Texten aller Art - unerlässlich ist: Konfliktstoff. 

Als Coach, persönlich und während des Schreibprozesses habe ich allerdings das Folgende im Hinterkopf:

Wenn zwei sich streiten, dann streiten sie nur um Geschichten, nicht um Realitäten. Es streiten zwei Verstände, die sich nie wirklich verstehen können, ganz einfach darum, weil es zwei verschiedene Verstände sind. Was soll’s? Was bringts denn, mit einem anderen Verstand um Verständnis zu kämpfen? Es ist hoffnungslos! Auch dann, wenn es scheinbar anders ausschaut. Was der andere Verstand denkt, oder denken sollte, ist wirklich nicht meine Angelegenheit. Salia

Also - viel Spaß mit den Geschichten der Konflikte! ;)  

(c) Gudrun Anders

Mittwoch, 11. Mai 2022

Die Rückseite der Meer-Anthologie


Ein Buch zu machen, ist harte Arbeit! ... ;)

Den Rückseitentext der neuen Anthologie vom Meer habe ich gefühlte 98 x bearbeitet. Aber nun steht er. Hoffentlich ansprechend und hoffentlich ohne Rechtschreibfehler! :)

Die ganze Arbeit am Buch ist noch nicht beendet. Aber in den nächsten Tagen - ihr dürft gespannt sein!

Montag, 9. Mai 2022

Wie bringe ich mein Buch auf den Markt?


Ich hatte heute wieder eine Autorin am Telefon, die meinte, auf eine ISBN-Nummer verzichten zu können und ihr Buch aber viele Male verkaufen wollte, um einen Großteil des Erlöse an Bedürftige zu spenden.

Sie wollte "ein paar Bücher" kaufen, diese dann selbst verschicken und dann mehr Bücher kaufen, um mehr versenden zu können. Warum so viel Arbeit machen, wenn es Profis gibt, die das für einen tun?

Jungautoren rate ich dazu, sich erstmal über den Buchmarkt kundig zu machen. Wenn du weißt, wie der Buchmarkt funktioniert, ist es einfacher zu handeln und abzuwägen, wie du dein Buch gut auf den Markt bringst. 

Wer da etwas "Nachhilfe" braucht, dem lege ich meinen günstigen Online-Kurs "Wege zum Buch" ans Herz, der die die Basics des Buchmarktes näher bringt.

Montag, 2. Mai 2022

Meer-Zeit ist mehr Zeit

(c) Gudrun Anders 

Strand bei Neustadt / Holstein

Ich liebe 

das Glitzern des Meeres und das leise Plätschern der Wellen, wenn ich an sonnigen Herbsttagen allein in einer Düne sitze und für eine Weile die Welt einfach Welt sein lassen kann.

Ich liebe es, 

wenn mir der raue Küstenwind um die Nase weht, meine Haare zerzaust und wie wild an den Klamotten zerrt. Dann spüre ich, dass ich lebe und so manchem Lebenswind trotzen kann.

Ich liebe es 

den Booten und Segelyachten draußen auf hoher See zuzuschauen, wie sie sanft und voller Anmut gemächlich und auch hoch am Wind durchs Wasser gleiten und die Naturgewalten nutzen.

Ich liebe es

am Abend am Strand zu hocken, den leisen Stimmen von ein paar einzelnen Menschen zu lauschen und dabei den orange-roten Sonnenuntergängen zuzusehen.

Ich liebe es, 

weit aufs Meer hinaus zu schauen, meinen Gedanken und Gefühlen weiten Raum zu geben und meine Seele einfach mal baumeln zu lassen, um neue Kraft zu tanken.

Ich liebe es,

mir Meer-Zeit für mich zu nehmen  und tief in mich hinein zu spüren. In der Anwesenheit des Meeres wird auch die innere Tiefe ausgelotet, der Sturm des Lebens verliert an Macht und die inneren Segel werden gesetzt, um Kurs aufzunehmen auf neue Momente an einem neuen gedachten Horizont.

Ich liebe es, 

am Meer einfach da sein zu dürfen. Wenn mein Herz sich öffnet, ich im Hier und Jetzt gelandet bin und Glücksmomente sammle, die ich mit nach Hause nehmen kann.


aus dem Buch: "Mehr Mär vom Meer" das im Mai 2022 im Verlag Motibooks erscheint. 

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